Business Improvement Districts

Business Improvement Districts (BID) sind en vogue. Sie gelten als probate Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen zeitgemäßer Stadtentwicklung, wie etwa die Positionierung im interkommunalen Wettbewerb, nachhaltige Förderung der Handelslandschaft oder Revitalisierung von Innenstädten und innenstadtnahen Standorten. Entsprechend breit werden sie derzeit diskutiert.

Ein Business Improvement District ist eine public/private Partnership in welcher die Grundstückseigentümer eines räumlich begrenzten Gebietes einen gemeinsamen Beitrag zur Pflege, Instandhaltung, Entwicklung und Förderung ihres Geschäftsquartiers leisten. Business Improvement Districts beruhen klassischerweise auf privatem Engagement und benötigen keine finanzielle Förderung durch öffentliche Institutionen. Angelegt für einen begrenzten Zeitraum, in der Regel fünf Jahre, wird nach Ablauf dieser Zeit erneut über eine Fortführung des BID abgestimmt.

 

Die Idee der BIDs richtet sich nach dem Vorbild der gemeinsamen und verpflichtenden Abgabe vieler Einkaufszentren. Diese Center sind typischerweise in Einzelbesitz und werden durch ein professionelles Management geführt, welches die Geschäftsräume an verschiedene Interessenten untervermietet. Diese Mieter leisten eine verpflichtende Gemeinschaftsabgabe, um das Erscheinungsbild des Centers und der Geschäfte zu verbessern, weiterhin verfügt das Center über ein gemeinsames Budget für Marketing und Veranstaltungen.

 

Ein BID funktioniert sehr ähnlich. Weil dieser jedoch in einem städtischen Umfeld  gegründet wird, muss diese zusätzliche Abgabe von vielen verschiedenen Eigentümern geleistet werden. In einem städtischen Geschäftsquartier kann sich eine solche Interessensgruppe in ähnlicher Weise abstimmen wie in einem Einkaufszentrum, um in die langfristige ökonomische Entwicklung ihres Quartiers zu investieren.

 

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